[Intro] Der Schlüssel passt nicht mehr richtig, das Schloss klingt müde und rau. Die Tür geht auf wie eine Frage, in eine Wohnung ohne Wärme. [Verse 1] Im Flur liegt Staub auf kleinen Dingen, ein Nagel, wo ein Bild mal hing. Die Küche riecht nach kaltem Wasser, nach Metall und Neubeginn. Auf dem Fensterbrett zwei Ringe, helle Kreise, sonst nichts mehr. Hier standen Gläser, hier stand Sonntag, hier fiel der Abschied viel zu schwer. [Pre-Chorus] Ich zieh den Mantel nicht gleich aus, als wär der Raum noch nicht bereit. Mein Atem malt sich an die Scheibe, und bleibt dort nur für kurze Zeit. [Chorus] Wohnung ohne Wärme, du bist kein Zuhause mehr. Du hältst noch meine alten Schritte, doch du hältst mich nicht mehr schwer. Wohnung ohne Wärme, ich geh durch jeden leeren Raum. Was hier zerbrach, war wirklich einmal, doch ich gehör nicht mehr zum Traum. [Verse 2] Im Schlafzimmer knarrt eine Diele, genau da, wo ich früher stand. Ich weiß noch, wie ich Worte schluckte, mit Fingern an der Fensterwand. Ein Brief liegt schwarz im Aschebecken, verbrannt bis auf ein halbes Wort. Ich les es nicht, ich lass es liegen, denn manches bleibt am besten dort. [Pre-Chorus] Ich such nicht mehr nach einem Zeichen, das mich zurück in gestern zwingt. Ich hör nur, wie im Treppenhaus mein eigener Schritt klarer klingt. [Chorus] Wohnung ohne Wärme, du bist kein Zuhause mehr. Du hältst noch meine alten Schritte, doch du hältst mich nicht mehr schwer. Wohnung ohne Wärme, ich geh durch jeden leeren Raum. Was hier zerbrach, war wirklich einmal, doch ich gehör nicht mehr zum Traum. [Piano Interlude] Der Staub im Abendlicht tanzt langsam vor mir her. Nicht alles, was verlassen ist, verlangt nach Rückkehr. [Bridge] Ich schließe keine Tür mit Hass, ich schließe sie mit Namen. Den meinen sag ich diesmal laut, damit die Wände ihn tragen. [Final Chorus] Wohnung ohne Wärme, du bist nur noch Raum aus Stein. Ich nehme nichts von hier mit fort, nur mein Recht, ich selbst zu sein. Wohnung ohne Wärme, dein Schweigen fällt nicht mehr auf mich. Ich lösche nicht, was einmal war, doch ich bleib nicht mehr für dich. [Outro] Der Schlüssel bleibt auf deiner Schwelle, das Treppenhaus wird grau. Unten riecht der Regen frisch, und draußen wartet eine Frau.